Stilverbrechen auf der Spur
Gelsenkirchener Barock im Wohnzimmer, an der Wand ein röhrender Hirsch, Blümchensofa im Gästezimmer, Eiche rustikal im Schlafbereich.
Viele Düsseldorfer teilen dieses bewegende Schicksal. Sie sind Opfer gemeiner Stilverbrechen. Ein Undercover-Job für die geheimste Sondereinheit der Stadt: die „Geschmackspolizei“ des Düsseldorfer stilwerk. Die Spezialisten mit dem Blick für Ästhetik und Stilgefühl jagten wochenlang die schlimmsten Gewalttaten der Moderne. Delikte, die grausamer kaum sein konnten. Gemeine Sünden gegen die guten Sitten. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Mit Erfolg!
Erstmals in der Geschichte der Landeshauptstadt wurden die grausamsten Stilverbrechen am vergangenen Samstag öffentlich ausgestellt – mitten in Düsseldorf. In der Innenstadt auf der Königsallee, vor dem stilwerk und in ausgesuchten Restaurants: Im Victorian, im La Terrazza und im Monkey`s, in der Osteria, Salumeria und Piazza Saitta, in den Design-Restaurants Ven und Dado der Innside by Melia Hotels und in der Electric Brasserie

Gelbe Absperrbänder machten die schlimmsten „Tatorte“ schon von weitem sichtbar. Der Anblick dieser furchtbaren Gräueltaten war nichts für schwache Nerven. Wer es trotzdem wagte, bereute es nicht. Denn die Privatdetektive mit Schönheitssinn, die die fünf gemeinsten Stilverbrechen im stilwerk an der Grünstraße entdeckten, wurden mit einer geschmackvollen Design-Überraschung belohnt. Dem erfolgreichsten Ermittler winkt nun ein 500 Euro-Gutschein fürs stilwerk. Der Gewinner ist schon benachrichtigt und wird demnächst in der Presse bekannt gegeben.














